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Auf dieser Seite wollen wir regelmäßig Beiträge, Notizen und andere Inhalte aus den Gemeindebriefen von Balhorn und Altenstädt veröffentlichen.
Weitere Beiträge, auch aus älteren Gemeindebriefen, finden Sie unter den Rubriken "Themen", "Kinderseite" und "Impulse". Natürlich interessiert uns auch Ihre Meinung. Schicken Sie uns Ihre Anmerkungen, Kritiken oder auch Beiträge, z.B. per email an SELK-Balhorn oder den Kirchenvorstand oder geben Sie sie im Pfarramt oder bei einem der KirchenvorsteherInnen ab.
Ihr Einverständnis vorausgesetzt, werden wir sie dann an dieser Stelle veröffentlichen.





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Inhaltsverzeichnis
(gewünschtes Thema anklicken)


  • Gedanken zur Jahreslosung 2012    GB 36
  • Buchtipp: Einsteins Versprechen    GB 36
  • Kinderbibeltage vom 21. bis 25. September 2011    GB 35
  • Musikalischer Abend am 16. September 2011    GB 35
  • Kinderbibeltage am 19. und 20. März 2011    GB 34
  • Gemeindefahrt in die schöne Stadt Marburg    GB 34
  • Kinderfreizeit am Mosenberg    GB 34
  • Bläserfest zum Sonntag Jubilate den 15. Mai 2011    GB 34
  • Buchtipp: Bernhard Schlink - Das Wochenende    GB 34
  • Buchtipp: Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein    GB 24
  • Buchtipp: Zwischen uns die Mauer von Katja Hildebrand    GB 23
  • Buchtipp: Bruder & Schwester von Joanna Trollope    GB 22
  • Buchtipp: Die Bücherdiebin von Markus Zusak    GB 21
  • Liturgie nachgefragt: Gebetsanliegen für das Fürbittengebet im Gottesdienst    GB 19
  • Kirchliche Trauungen und Segensgottesdienste in unserer Kirche
  • Haussegnung / Hausweihe - Unsichtbare Einrichtung für das neue Heim
  • Wir wollen dem Terrorismus den Boden entziehen
  • Die Beichte







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    Gedanken zur Jahreslosung 2012


    Jesus Christus spricht:
    Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
    2. Korinther 12,9


    "Was für eine Zusage!" - Das war unser erster Gedanke, als wir die Jahreslosung 2012 herausgesucht und das erste Mal gelesen haben. Dieser Satz verspricht, dass Jesus bei uns ist, gerade dann, wenn wir schwach sind. Dann wirkt Jesu Kraft in uns und macht uns wieder stark.

    Wollen wir nicht immer alles gut machen, Stärke und Selbstbewusstsein zeigen im beruflichen und privaten Alltag und alles unter Kontrolle haben? Dabei versuchen wir nach außen ein Bild von uns abzugeben, das Souveränität und Stärke vermitteln soll.
    So lange wir diesem Bild entsprechen fühlen wir uns sicher und stark.
    Läuft aber etwas nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, stehen Aufgaben vor uns, denen wir uns nicht gewachsen fühlen oder sehen wir uns von Anderen missachtet oder gar angegriffen, dann entsprechen wir nicht mehr unserem "Wunschbild", wir fühlen uns verletzt, hilflos, schwach. Und das kommt immer wieder vor, denn kein Mensch kann immer stark sein.

    Genau für diese Situationen der Schwachheit vermittelt uns die Jahreslosung die Sicherheit, dass Jesu Kraft in uns wirkt und uns wieder stark macht.
    Aber das ist noch nicht alles! Uns wird ganz deutlich klar gemacht, dass wir schwach sein dürfen! Jesus verlangt nicht ununterbrochene Stärke von uns, sondern er sagt uns Unterstützung und Hilfe für die schwachen Momente zu, er gibt uns das Versprechen, uns nicht fallen zu lassen.
    Somit verspricht uns Jesus, immer für uns da und mit seiner Macht gegenwärtig zu sein, in allen Situationen des Lebens. Was für eine Zusage!

    Tina und Michael Pühra






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    Buchtipp


    Javier Costa, Wissenschaftsjournalist für einen spanischen Radiosender, bekommt den Auftrag, eine bahnbrechende Biographie über Albert Einstein zu vollenden. Der eigentliche Autor, den Costa kurz zuvor kennenlernte, wurde ermordet.
    Gemeinsam mit der jungen Autorin Sarah Brunet, die ihrerseits an einer Biographie über Einsteins erste Frau Mileva Malic arbeitet, tritt er das Abenteuer an. Die Reise führt sie zunächst nach Zürich, wo Einstein am Polytechnikum studierte, dann nach Belgrad und Novi Sad in Serbien und letztendlich in die USA. Sie versuchen gemeinsam zu ergründen, welcher Mensch das Genie Albert Einstein war und was es mit der rätselhaften "letzten Erkenntnis" auf sich hat, von der immer wieder die Rede ist. Dabei stoßen sie auf Hinweise, die die Existenz einer Enkelin Einsteins belegen. Eine weitere, beschwerliche Reise voller Gefahren beginnt, die sie in die Wüste New Mexicos führt. Dort wurde vor dem Atombombenabwurf über Hiroshima eine Testbombe gezündet. Eine Bombe, für die Einstein mit seinen Berechnungen den Grundstein legte. Und dort stoßen Javier Costa und Sarah Brunet tatsächlich auf die Enkelin des großen Genies und ihre Geschichte.

    Als ich mit dem Buch begonnen habe, war ich sehr skeptisch. Meine Befürchtungen, dass sich die Autoren Àlex Rovira und Francesc Miralles in physikalischen Gesetzen und deren Erläuterungen verstricken, die man nur als ausgesprochener Physik-Liebhaber verstehen könnte, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Im Gegenteil, in einer durchaus verständlichen Sprache erläuterten sie vieles, was Einstein und seine Weggefährten erforschten und was mir bis dato völlig schleierhaft erschien. Zusätzlich haben es die beiden Autoren geschafft, eine wirklich spannende Geschichte zu entwickeln, die den großen Physiker in einem sehr menschlichen und gar nicht so "geniehaften" Licht erscheinen lässt. Ich bin begeistert von diesem Buch und empfehle es allen, die einen wunderbaren Schmöker für die langen Winterabende suchen!

    Christina Mey






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    Kinderbibeltage vom 21. bis 25. September 2011

    "Ich bin ein Bibelentdecker" - diese Worte singend zogen am Sonntag, 25.9., die Kinder der Kinderbibeltage in die Kirche ein. Unter dem Motto "Auf den Spuren von Elia" hatten die 24 Kinder drei Tage lang Geschichten über Elia gehört und gesehen: mit biblischen Erzählfiguren, als kleines "Theaterstück" der Mitarbeiterinnen, in den Liedern. Gemeinsam waren Raben gebastelt worden (weil Raben Elia in der Wüste versorgt haben), Wanderstöcke geschnitzt (weil Elia so viel unterwegs war, meist auf der Flucht) und das Brot der Witwe von Zarpat wurde nachgebacken. Viel Spaß hatten die Kinder auch an einer Dorf- und Elia-Ralley sowie am Suchen von Fußspuren. Und über alle Entdeckungen und Erfahrungen fanden viele Gespräche statt.
    Im gut besuchten Gottesdienst konnte die Gemeinde die Ergebnisse dieser spannenden Tage sehen und hören. In einem kurzen Anspiel und Liedern berichteten die Kinder von Elias Ängsten und Zweifeln und davon, wie Gott doch immer bei ihm war. Altbischof Dr. Roth bat die Kinder um Unterstützung bei seiner Predigt: gemeinsam erzählten sie der Gemeinde Elias Geschichte, deren Stationen auch auf einer Leinwand für alle sichtbar wurden.
    Die Kinder und das Team um Kantorin Nadine Vollmar erhielten wohlverdienten, kräftigen Applaus.

    Vera Löber






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    Musikalischer Abend am 16. September 2011

    Eine kleine, aber feine musikalische Veranstaltung fand am Freitag, 16.9.11 in Balhorn statt. Es war eingeladen worden zu einem "Musikalischen Abend der Gemeinde", d.h. alle, die ein Instrument spielen oder mit ihrer Stimme einen Beitrag liefern können, waren aufgefordert, das Programm zu bereichern. Und alle anderen Gemeindeglieder und Gäste waren herzlich zum Zuhören eingeladen.
    So entstand ein schönes Programm, an dem nicht nur Kirchenchor und Posaunenchor als längst "etablierte" Gruppen mitwirkten, sondern auch die Kinder des Kindertreffs hatten zwei Stücke vorbereitet. Besonderes Lob für ihre Darbietung und den dafür nötigen Mut erhielten einige Solistinnen und Solisten im Alter von 8 bis 20 Jahren, die auf Klavier oder Gitarre und mit Gesang beeindruckten.
    Dabei kamen Stücke aus allen Epochen zu Gehör, von Bach und Telemann über Beethoven bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Das Programm beinhaltete an einigen Stellen Gemeindegesang, so dass alle Anwesenden den "Musikalischen Abend" mitgestalteten. Lesung, Gebet und Segen sorgten für den geistlichen Rahmen. Die Gesamtorganisation des gelungenen Abends lag in den Händen von Kantorin Nadine Vollmar.

    Vera Löber






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    Kinderbibeltage am 19. und 20. März

    Hallo Gott, hörst du mich?

    Das Gebet war das Thema an diesem Samstag, zu dem sich rund 30 Kinder durch den Kindergottesdienstkreis einladen ließen. In großer Runde besprach Pfarrer Stief mit den Kindern, wann, wie und warum wir Menschen mit Gott reden und welche Erfahrungen die Kinder schon mit diesem Thema haben.

    Anschließend ging es in drei Gruppen weiter. So hörten und spielten die Jüngsten die Geschichte der zehn Aussätzigen, in der es einem Geheilten ganz wichtig war, Jesus danke zu sagen. Vom Vertrauen, das der Hauptmann von Kapernaum in die Hilfe Jesu setzt, hörten die Kinder in der mittleren Altersgruppe. Die ältesten Kinder erfuhren in dem Gleichnis vom bittenden Freund, dass es sich lohnt, im Gebet beharrlich zu bleiben.

    Nach einem leckeren Mittagessen, bei dessen Zubereitung einige Mütter und Konfis halfen (VIELEN DANK!), ging es am Nachmittag mit Basteln und Spielen weiter. Zum Thema Gebet wurde gemalt, ausgeschnitten, geklebt, genäht und geföhnt…

    Mit Pfarrer Stief gingen wir zum Abschluss des Tages in die Kirche, um ganz konkrete Gebetsanliegen der Kinder vor Gott zu bringen. Ein spätes Kuchenessen beendete den Kinderbibel-Samstag.

    Schon früh am Sonntag trafen wir Mitarbeiter/innen uns in der Kirche, um viele bunte Luftballons mit Helium zu füllen und damit den Altarraum bunt werden zu lassen. Dieser Anblick zauberte Erstaunen in die Gesichter so mancher eintreffender kleiner und großer Gottesdienstgäste. Die Kinder hatten im Gottesdienst die Gelegenheit, der Gemeinde die Geschichten aus den Gruppenarbeiten spielerisch und musikalisch darzubieten.

    Schön, dass sich so viele Familien zum Gottesdienst haben einladen lassen!
    Wir vom Kindergottesdienstkreis sind zu dem Ergebnis gekommen: Das machen wir bald mal wieder!

    Für den Kindergottesdienstkreis
    Elke Mey






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    Gemeindefahrt in die schöne Stadt Marburg

    Liebe Gemeindeglieder,

    am 10.04.2011 war es mal wieder soweit, die nächste Gemeindefahrt als Tagesausflug stand an, die uns dieses Jahr nach Marburg führen sollte.

    Am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr fanden sich alle Mitreisenden in unserer Kirche zum Reisesegen ein. Getreu diesem zu erwartenden schönen und sonnigen Tag wurde das Lied "Die güldne Sonne" zu Beginn gesungen. Nach dem Reisesegen starteten unser vollbesetzter Bus und einige PKWs in Richtung Marburg. Wir kamen pünktlich in Marburg an unserem dortigen Pfarrhaus an und wurden herzlich von unserem ehemaligen Pfarrer Manfred Holst und seiner Frau Edith in Empfang genommen.

    Mit der Wiedersehensfreude machten wir uns zu Fuß auf und gingen durch die herrliche Altstadt zu unserer kleinen SELK-Kirche, der so genannten "Auferstehungskirche". Dort wurden wir mit einem kleinen Imbiss freundlich begrüßt und feierten dann einen fröhlichen Hauptgottesdienst in einer voll besetzten Kirche. Der von Hartmut Raatz und Ralf Wicke musikalisch untermalte Gottesdienst endete mit anschließenden Worten zur Gemeinde Marburg und deren Geschichte und Beziehung zur Balhorner Gemeinde, die Ralf Wicke ansprechend vortrug. Nach dem Gottesdienst gingen die Reisenden wieder zu Fuß in Richtung Marktplatz, wo ein ganzes Lokal für das Mittagessen vorbestellt war. Bei herrlichstem Wetter saßen sogar einige Gemeindeglieder draußen und erfreuten sich zusätzlich an dem an diesem Tag stattfindenden "Marburger Frühling", eine Art Frühlingsfest.

    Nach dem Mittagessen ging es dann per Taxi oder zu Fuß hoch zum Schlossberg. Am Landgrafenschloss angekommen, ging es sogleich weiter mit zwei verschiedenen Führungen. Die Teilnehmenden hatten sich im Vorfeld für eine "Standardschlossführung" oder für die Führung "Luther in Marburg" angemeldet. Nach gut einer Stunde auf dem Schlossberg gingen wir dann über einen schönen Weg wieder in Richtung Pfarrhaus, vorbei an der Elisabethkirche und durch den alten botanischen Garten. Wer nicht so gut zu Fuß war, konnte mit dem Stadtbus bis in die Nähe unseres Pfarrhauses fahren.

    Dort angekommen, stiegen wir wieder in unseren Bus und die dort geparkten PKWs ein und fuhren weiter nach Warzenbach, wo auch eine SELK-Gemeinde beheimatet ist. Pfarrer Holst betreut aktuell den Pfarrbezirk Marburg, Warzenbach und Treisbach. In Warzenbach wurden wir dann von Gemeindegliedern der dortigen SELK-Gemeinde und Gemeindegliedern aus Treisbach in Empfang genommen. Man hatte reichlich aufgetischt und ein gemeinsames Kaffeetrinken mit einer reichhaltigen Kuchenauswahl organisiert. Manfred Holst führte dann mit der Unterstützung einiger Gemeindeglieder durch den späten Nachmittag und so erfuhren wir Balhorner und Altenstädter mehr über die Gemeinden vor Ort. Danach feierten wir noch gemeinsam eine Schlussandacht in der dortigen SELK-Kirche, verabschiedeten uns von einander und fuhren am frühen Abend wohlbehütet wieder in Richtung Heimat.

    Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, ohne Stress oder Probleme, und ich denke, jeder hat sich gefreut, unseren ehemaligen Pfarrer Manfred Holst und seine Familie einmal wieder zu sehen und einen so ereignisreichen und sonnigen Tag in Marburg und Umgebung verleben zu können. An dieser Stelle sei auch noch einmal allen Beteiligten und Helfern aus den Gemeinden Marburg, Warzenbach und Treisbach ganz herzlich für die offene Gastfreundschaft und die reichhaltige Verpflegung gedankt!

    Die Organisatoren Kurt Raabe und mich hat es besonders gefreut, dass innerhalb weniger Tage nach Bekanntmachung der Fahrt der Bus ausgebucht war und wir darüber hinaus private Autofahrer organisieren mussten. Vielen Dank an alle, die Zeit und Interesse an dieser Fahrt hatten und mitfahren konnten! Für die persönlich oder durch Krankheit verhinderten Gemeindeglieder hoffen wir, dass sie vielleicht nächstes Jahr wieder mitfahren können.

    Die gute Nachfrage zeigt dem Kirchenvorstand, dass Gemeindefahrten auch ein wichtiger Teil für die Gemeinschaft innerhalb unserer Gemeinde und unserer Kirche sind. Wenn Sie Wünsche oder eine Idee für eine Gemeindefahrt im Jahr 2012 mit unserem neuen Pfarrer Keller haben, können Sie sich jederzeit gern an Kurt Raabe oder mich wenden. Wir würden uns über Vorschläge von Reisezielen sehr freuen.

    Klaus Degenhardt






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    Kinderfreizeit am Mosenberg

    Wir waren von Mittwoch den 27.04.2011 bis Sonntag den 01.05.2011 in einem Freizeithaus auf Schloss Falkenberg.

    In der Nähe gab es einen Spielplatz. Da gab es eine Seilbahn, zwei Schaukeln, eine Rutsche usw. Wir haben sehr oft Fußball gespielt. Am Bunten Abend waren Saskia Kaufmann und Elisabeth Keck die Moderatoren für den ganzen Abend. Viele Sketche waren dabei. Natürlich waren auch 2 lustige (komische) Spiele dabei. Eines davon war "Reise nach Jerusalem". Das andere war "Ballonhüpfen". Wir waren ca. 26 Kinder und es gab 5 Girls und 7 Boys als Betreuer. Zum Thema "Jona - der Mann, der nicht wollte" haben wir viel gelernt und schöne, neue Lieder gesungen.

    Jona hat sich davor gedrückt nach Ninive zu gehen. Stattdessen ist er auf ein Schiff gegangen. Das Schiff fuhr erst wie geschmiert, aber weil Gott wollte, dass Jona nach Ninive geht, machte er ein großes Unwetter, mit Sturm, Donner und Blitzen. Die Mannschaft vom Schiff hat Jona über Bord geschmissen und schon wurde das Wetter wieder besser. Dann hat ein Wal Jona verschluckt und zurück nach Jerusalem gebracht. Er ist dahin geschwommen und hat Jona wieder ausgespuckt. Jona hat in dem Bauch vom Wal ganz viel gebetet. In der Zeit hat Jona eingesehen, dass Gott der Größte ist, weil er alles sieht und er ist doch nach Ninive gegangen. Er hat die Leute in Ninive gewarnt, wenn sie nicht an Gott glauben, zerstört er die Stadt in 40 Tagen. Er erzählt ihnen die Geschichte mit dem Schiff und dem Wal und wie mächtig Gott ist und dass sie ihr Leben bessern müssen. Die Menschen glaubten Jona, sogar der König. Sie besserten sich und die Stadt wurde nicht zerstört.

    Das war die Beschreibung von der Kinderfreizeit am Mosenberg :-))

    Saskia Kaufmann und Samuel Geselle






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    Bläserfest zum Sonntag Jubilate den 15. Mai 2011

    Der Posaunenchor hatte schon seit Wochen dazu eingeladen. Bei gutem Wetter sollten der Festliche Gottesdienst und auch eine Sommerliche Bläsermusik unter freiem Himmel stattfinden. Wegen der kühlen Temperaturen wurde alles in Kirche und Gemeindesaal verlegt. Dennoch konnten die ca. 15 Bläser und Jungbläser die Gemeinde mit Festlicher Bläsermusik zum fröhlichen Gotteslob begleiten. Im Sinne des 150. Psalms "Alles was Odem hat lobe den Herrn" wurde gesungen und musiziert. Das Programm umfasste frühlingshafte und österliche Choräle aus COSI und Gesangbuch. Pfarrer Nitschke, der seine Predigt ebenfalls am 150. Psalm orientierte, sagte, das Gotteslob sei eine der wichtigsten Aufgaben der Christengemeinde.

    Zum gemeinsamen Mittagessen gesellten sich anschließend etwa 100 Gemeindeglieder im Gemeindehaus. Nach dem Nachtisch, der, wie der Kuchen, dankenswerter Weise von vielen lieben Menschen gespendet wurde, gab es ausreichend Gelegenheit zu kleinen Plaudereien und gemütlichem Beisammensein.

    Um 14.00 Uhr luden die Bläser zur Sommerlichen Bläsermusik ein. Lieder wie "Geh aus mein Herz und suche Freud", "Der Mai ist gekommen" oder "Kein schöner Land" wurden von der Gemeinde begeistert mitgesungen. Abwechselnd wurden Stücke wie "Give me that old time religion", "Glory Halleluja" und "Alles was Odem hat lobe den Herrn" vorgetragen. Vom Chorleiter Martin Löber gab es zwischendurch interessante Informationen zu den musizierten Liedern. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken ging das Gemeindefest zu Ende. Wir hatten einen fröhlichen Tag mit viel Gotteslob. Und das ist das Wichtigste, denn:

    "Gott loben das ist unser Amt"!

    Friedrich Bernhardt






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    Buchtipp



    Was tut ein ehemaliger RAF-Terrorist, der überraschend nach 20 Jahren begnadigt wird, wenn er aus dem Gefängnis kommt in eine Welt, die er so nicht kennt? Eine Welt mit einer Währung, von der er nur gehört hat und mit einer Schnelllebigkeit, mit der er hinter den Gefängnismauern nicht konfrontiert wurde? Und was tun seine alten Freunde und Begleiter, die ihr altes Leben längst hinter sich gelassen haben?

    Bernhard Schlink erzählt in seinem Roman "Das Wochenende" von eben dieser Situation. Jörg, ehemaliger RAF-Terrorist, wird begnadigt. Seine Schwester Christiane beschließt, einige seiner alten Freunde und Gefährten einzuladen, um ihm den Wiedereinstieg zu erleichtern. Doch sie unterschätzt die Brisanz der Situation. Der Journalist Henner, die Lehrerin Ilse, der Geschäftsmann Ulrich samt Gattin und Tochter, die Bischöfin Karin, der Rechtsanwalt Andreas und auch Jörgs Sohn - sie alle haben auf ihre Art mit der Vergangenheit abgeschlossen und wollen eigentlich nicht mehr darüber nachdenken, was damals im deutschen Herbst passierte.

    Doch sie kommen alle. Sie kommen aus Loyalität, aus Neugier, aus Nostalgie. Sie wollen gern raten und helfen und doch zugleich Distanz wahren. Doch der Schutzwall, den sie um ihr Innerstes gezogen haben, beginnt zu bröckeln. Langsam reißen verheilt geglaubte Wunden wieder auf und die Vergangenheit wird lebendig. Denn Jörg fragt sich vor allem eines: Wer von seinen Freunden hat ihn damals an die Polizei verraten? Die Antwort darauf enthüllt eine ganze Palette an Emotionen, von Angst über Wut und Trauer bis hin zu tiefer, unergründlicher Liebe.

    Bernhard Schlink gelingt es fantastisch, ein solch hochsensibles Thema zu beschreiben. Er erzeugt eine Empathie mit den Charakteren, die manches Mal schon fast an Verständnis grenzt und versucht trotzdem nicht zu verschleiern, wie entsetzlich der deutsche Herbst gewesen ist.

    Christina Mey






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    Buchtipp



    Vier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, werden vom Schicksal zusammengeführt. Da ist zum Einen Philibert, der Historiker. Mit seinen anti-quierten Umgangsformen und seinem Faible für Geschichte hat er sich immer mehr von der Wirklichkeit entfernt und lebt zurückgezogen inmitten seiner Lite-ratur in der Wohnung seiner verstorbenen Tante. Mit in dieser Wohnung lebt Franck, Koch aus Leidenschaft und ein ziemlich ungehobelter Klotz mit durchaus liebenswerten Charakterzügen. So empfindet es jedenfalls Philibert. Im Grunde verläuft ihre Wohngemeinschaft sehr harmonisch, bis Philibert eines Tages auf Camille trifft. Die magersüchtige junge Frau, die sich ihren Lebensunterhalt als Putzfrau verdient, wird eines Tages völlig apathisch und mit hohem Fieber von Philibert aufgegriffen und kurzerhand von ihm zum neuen Mitglied der "Män-nerwirtschaft" gemacht. Camille ist das jedoch nicht sehr angenehm und auch Franck kommt mit der neuen Situation nicht zurecht. Streiterei und spitze Be-merkungen sind an der Tagesordnung. Bis eines Tages Paulette, die Großmutter Francks, bewusstlos in ihrem Haus aufgefunden wird und in ein Pflegeheim muss. Davon hält diese jedoch gar nichts und verweigert sich jeglichem Kontakt Franck gegenüber. Doch eine Begegnung zwischen Paulette und Camille verän-dert das Verhalten beider. Die alte Dame, die trotz ihres Alters noch eine un-glaubliche Wirkung auf Camille hat, wächst ihr ans Herz und so beschließt sie, mit Paulette ein weiteres Mitglied in ihrer Wohngemeinschaft aufzunehmen. Durch die gemeinsame Sympathie zu Paulette beginnt sich schließlich auch die Kluft zwischen Franck und Camille zu schließen. Und auch Philibert verändert sich durch seine neuen Mitbewohner. Diese Veränderung geht sogar so weit, dass er sich traut, in einem Theaterstück aufzutreten. Und das hat es wirklich in sich...
    Mit ihrem Roman "Zusammen ist man weniger allein" zeigt Anna Gavalda ganz deutlich, dass es manches Mal der Mitwirkung anderer bedarf, um in seinem Le-ben eine neue Perspektive zu sehen. Auf angenehme Art und Weise bringt sie Themen zur Sprache, wie zum Beispiel die Unterbringung eines alten Menschen in einem Pflegeheim, über die sonst eher geschwiegen wird und die als gegeben akzeptiert werden. Gerade diese sehr aktuellen Bezüge machen diesen Roman meiner Meinung nach zu einem wirklich gelungenen Werk.

    Christina Mey






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    Buchtipp



    Deutschland im Jahr 1984. Die 16jährige Katja lebt irgendwo im mittleren Raum der Bundesrepublik Deutschland. Eigentlich sollte man sagen "Westdeutschland", denn die heutige Bundesrepublik existiert nicht. Noch nicht. Deutschland ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs geteilt, seit 1961 sogar durch die Mauer. In den beiden "Deutschlands" weiß man wenig über den jeweils anderen Teil, hauptsächlich das, was in der Schule gelehrt wird. Um dies zu ändern beschließt Katja, sich in ihren Herbstferien einer Jugendgruppe anzuschließen, die Berlin bereisen will. Geplant sind auch einige Besuche Ostberlins. Für Katja ist es die Chance, endlich einmal etwas über das andere Deutschland zu erfahren.
    In Ostberlin werden sie von einer einheimischen Jugendgruppe empfangen, mit dabei ist auch Markus. Nach anfänglicher Zurückhaltung entwickelt sich ein enges Gefühl der Vertrautheit zwischen Katja und Markus. Als der Abschied naht, geben sich die Beiden das Versprechen, über Briefe in Kontakt zu bleiben, denn Telefongespräche von West nach Ost sind nur sehr selten möglich.
    Diese deutsch-deutsche Brieffreundschaft lässt langsam eine Liebe aufkeimen, die jedoch nur schwer zu realisieren ist. Nach einigen Monaten und diversen (teils heimlichen) Besuchen Katjas in Berlin beschließen die beiden, ihrer Liebe ein Ende zu setzen. Sie trennen sich schweren Herzens.
    Weitere vier Jahre leben beide ihr Leben weiter, der eine im Osten, die andere im Westen. Bis die Mauer plötzlich fällt und einer erneuten Begegnung der beiden nichts mehr im Wege steht.

    Heute lebt Katja Hildebrand mit ihrem Mann Markus und ihren beiden Töchtern in Hennigsdorf bei Berlin. Sie hat ihre Geschichte aufgeschrieben für all diejenigen, die die Zeit des geteilten Deutschlands nicht persönlich miterlebt haben oder sich der eigenen Geschichte aus einer anderen Perspektive nähern wollen.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ein Bericht darüber, wie Jugendliche die Zeit der Mauer empfunden haben, für mich noch einmal ansprechender war, als Erzählungen aus Sicht Erwachsener. Meiner Ansicht nach ist dieser Roman nicht nur etwas für die Jüngeren, sondern ebenfalls für die älteren Generationen, da er auf eine recht ansprechende Art das Leben im geteilten Deutschland noch einmal auferstehen lässt.

    Christina Mey






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    Buchtipp



    David und Nathalie wuchsen als Adoptivkinder wie Geschwister auf, haben jedoch verschiedene Mütter. Sie sind längst erwachsen, haben ihre eigenen Familien, alles läuft in geregelten Bahnen. Als jedoch bei Nathalies Tochter Polly eine - möglicherweise vererbte - Missbildung im Ohr festgestellt wird, beginnt Nathalie, nach ihren eigenen Wurzeln zu suchen. Auch David möchte nun mehr über seine Herkunft erfahren. Mit diesem Vorhaben stoßen die beiden auf Widerstände in der Familie. Insbesondere die Adoptivmutter, Lynne, reagiert auf ihre eigene Art, indem sie die Herkunftssuche zu bagatellisieren versucht. Nach und nach werden verborgene Gefühle, unausgesprochene Vorwürfe und kaum erwartete Motivationen bei den Adoptiveltern wie auch den jetzigen Lebenspartnern offenbar. Zusätzliche Verwirrung entsteht durch das Auftauchen von Sasha, die im Rahmen einer Studie über Adoptivkinder Nathalie interviewen möchte. Das Zusammentreffen mit den leiblichen Müttern schließlich und die Auseinandersetzung mit deren Beweggründen sind sowohl für Nathalie also auch für David ein zwar schmerzhafter, aber auch heilsamer Schritt.

    Joanna Trollope beschreibt diesen schwierigen und vielschichtigen Prozess der Suche nach den eigenen Wurzeln sehr einfühlsam. Und wenn auch noch so unschöne Motive oder ungerechte Verhaltensweisen zu Tage treten, Schuldzuweisungen und Klischees werden dabei vermieden.

    Vera Löber






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    Buchtipp



    "Die Bücherdiebin" ist die Geschichte eines Pflegekindes in Nazi-Deutschland. Liesel, Kind kommunistischer Eltern, wird von ihrer Mutter zu Pflegeeltern in einen Vorort von München gebracht. Ihre neuen Eltern sind einfache Leute, er Anstreicher, sie Wäscherin. Liesels Ängste und Verlassenheit werden nach und nach weniger durch die Geduld und Beharrlichkeit ihres neuen "Papas", der besonders nachts, wenn sie von Albträumen geplagt wird, einfach da ist. Nachts lernt Liesel von ihrem Papa auch endlich das Lesen, das sie, obwohl schon 10 Jahre alt, nie richtig gelernt hat.
    Als die Familie einen jungen, jüdischen Mann aufnimmt und versteckt, nimmt Liesel sich ihm besonders an, weil sie Gemeinsamkeiten in ihrer beider Leben entdeckt. Unter anderem verbindet sie ihre gemeinsame Liebe zu Büchern. Liesel besitzt zwar nicht viele davon, ist aber trotzdem fasziniert von ihnen. Ihr erstes Buch hat sie auf einem Friedhof gestohlen. Auch bei einer Bücherverbrennung schafft sie es, ein noch qualmendes Buch an sich zu nehmen.
    Wie schwierig es in dieser Zeit war, anderen Menschen in der Not beizustehen, aber mit welcher Selbstverständlichkeit es manche Menschen dennoch getan haben, ist Thema dieses Buches. Der Erzähler der Geschichte ist "der Tod". Das macht den Anfang des Buches etwas verwirrend, man sollte sich aber nicht abschrecken lassen, denn Liesels Geschichte fesselt den Leser doch bald. Auch die philosophischen Betrachtungen des "Todes" über Leben, Sterben, Krieg und uns Menschen sind sehr aufschlussreich.
    "Die Bücherdiebin" erscheint zugleich in einer Jugendbuchausgabe und als Erwachsenenbuch, d. h. es soll beide Lesergruppen ansprechen. Es ist eine sehr anrührende, manchmal tragikomische Geschichte mit einem dramatischen Ende. Sie gewährt Einblicke in das Leben der "einfachen Leute" während der NS-Zeit.

    Elke Mey






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    Liturgie nachgefragt:
    Gebetsanliegen für das Fürbittengebet im Gottesdienst

    Sicher haben Sie es schon bemerkt, liebe Gemeindeglieder, dass Vikar Constien und ich uns schon seit längerem bemühen, konkrete Gebetsanliegen in das Fürbittengebet aufzunehmen. Das Fürbittengebet hat seinen besonderen Platz nach der Predigt. Dem ausgelegten Wort Gottes antwortet die Gemeinde mit ihren Fürbitten. Wer be-tet, ist mit Gott im Kontakt. Gott lässt sich wiederum auf unser Beten ein und hört auf uns - so hat er selbst es in seinem Wort versprochen.

    Vielleicht geht es Ihnen auch so wie mir, dass man bei einem Fürbittengebet, in dem konkrete Anliegen der Gemeinde oder persönliche Bitten von Gemeindegliedern aufgenommen werden, besonders aufhorchen. Genau darum geht es, wenn konkrete Anliegen benannt werden. Und nicht zuletzt werde ich erinnert, solche Bitten in meine eigenen Gebete mitzunehmen.

    Natürlich ist es zunächst fremd, wenn ein persönliches Anliegen öffentlich im Gottesdienst angesprochen und dann auch noch im Gebet aufgenommen wird. Aber wir haben dann immer mal wieder die Erfahrung gemacht, dass es in der Gemeinde deutlich zu spüren war, wie viele Menschen eine Familie oder einen kranken Menschen mittragen - in ihren Gedanken - am Sonntag in der Kirche - zu Hause im privaten Gebet.

    So lade ich Sie ein, mir konkrete Anliegen mitzuteilen, damit ich sie so in das Allgemeine Fürbitten- gebet einbeziehen kann.

    Zurzeit sind m.E. folgende Gebetsanliegen wichtig für uns:
  •  
  • für den Förderverein der Kirchenmusik, dass wir genug finanzielle Unterstützung erhalten, und damit wir einen geigneten Kirchenmusiker für die Stelle finden.
  •  
  • für unsere Gemeindekreise, dass sich Menschen einladen lassen und so geistliche Gemeinschaft erleben können
  •  
  • für kranke und alte Menschen in der Gemeinde
  •  
  • für die Kirchenvorstandswahl im November, dass in unserer Balhorner Gemeinde Menschen bereit sind, diesen Dienst zu tun

    Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, wie viele wichtige Bereiche unser Gebet brauchen. Ich bitte Sie, sich hierbei einzubringen und uns (dem Vorstand, Vikar Constien oder mir) mitzuteilen, was Ihnen wichtig ist.

    Ihr Pfr. Manfred Holst






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    Kirchliche Trauungen und Segensgottesdienste in unserer Kirche

    Ich wurde in der letzten Zeit häufiger darauf angesprochen, dass in unserer Kirche Paare kirchlich "getraut" würden, von denen einer der Partner nicht zu unserer Kirche gehört oder Angehöriger einer anderen Religion ist.
    Ich freue mich, wenn ich aus unserer Gemeinde Rückfragen erhalte und bitte Sie, mich immer wieder anzusprechen und mit mir über Ihre Fragen und Gedanken zu reden. Mir ist es sehr wichtig, zu wissen, wie Sie darüber denken oder auch was Sie gehört haben. So kann ich reagieren oder auch im Vorstand das Thema aufnehmen. Nicht zuletzt ist auch unsere Kaminrunde ein guter Ort, gemeindliche und kirchliche Themen anzusprechen.
    Heute möchte ich auf ein Thema hinweisen, das uns in Zukunft häufiger bewegen wird. Es geht um die kirchliche Trauung und um Segensgottesdienste für Paare. Wenn ich von zwei Gottesdiensten spreche, setze ich einen Unterschied voraus. Ich möchte zunächst über die kirchliche Trauung und dann über den Segensgottesdienst schreiben.

    Die kirchliche Trauung:
    Die kirchliche Trauung ist eine gute Ordnung der Kirche, in der Christen ihre Ehe vor Gott schließen. Sie hören, was das Wort Gottes von der Ehe sagt, bekennen sich zur göttlichen Stiftung und zur Unauflöslichkeit der Ehe. Sie nehmen die Aufgabe an, ihre Ehe unter Gottes Wort zu führen.
    Die Trauung geschieht in der Regel als öffentliche, gottesdienstliche Handlung und kann mit der Feier des Heiligen Abendmahls verbunden sein. Wo in der Gemeinde sog. "geschlossene Zeiten", zum Beispiel Advents- und Passionszeit, beachtet werden, gelten sie auch für die Trauungen. Solche sog. "geschlossene Zeiten" sind in unseren Gemeinden in den letzten Jahren nicht berücksichtigt worden.
    (Anmerkung: Dem Kirchenvorstand ist es jedoch wichtig, dass wir gerade die Passionszeit als eine geprägte Vorbereitungszeit auf die Karwoche und den Karfreitag wieder in unseren Sonntagsgottesdiensten bewusster wahrnehmen sollten.)
    Die kirchliche Trauung setzt in der Regel voraus, dass einer der Eheschließenden unserer Kirche angehört.

    Ökumenische Trauung:
    Stammen die Ehepartner aus verschiedenen Kirchen und wirken mehrere Geistliche bei der Trauung mit, spricht man gewöhnlich von einer "ökumenischen Trauung". Die Kirchen sind sich jedoch in ihrem Verständnis der Ehe nicht einig. Für die Röm.-Kath. Kirche ist die Ehe ein Sakrament. Dennoch ist es so, dass die Röm.-Kath. Kirche die evangelisch-lutherische Trauung als gültige Eheschließung anerkennt.
    Trauungen mit zwei Pfarrern aus unterschiedlichen Kirchen sind jedoch keine ökumenische Trauungen, sondern z.B. eine röm.-kath. Trauung unter Mitwirkung (z.B. durch die Übernahme der Predigt) eines evangelischen Pfarrers. So sollten sich Paare in ihrer Vorbereitung der Trauung entscheiden, ob sie eine römisch-katholische oder eine evangelische Trauung möchten. Sicher kann unter bestimmten Voraussetzungen an dieser Trauung auch ein Pfarrer einer anderen Kirche mitwirken.

    Segensgottesdienst zur standesamtlichen Trauung:
    Es gibt Ehen, in denen die Partner religiös und weltanschaulich unterschiedliche Positionen vertreten. So gibt es Paare, in denen einer der Partner einer Kirche zugehört und der andere Partner aus der Kirche ausgetreten ist. Es gibt Beziehungen zwischen muslimischen oder buddhistischen und christlichen Partnern. Wenn man mit den Paaren in ein Gespräch eintritt, wird bald deutlich, wie unterschiedlich die Gründe für die Menschen sind, keiner Kirche anzugehören. Jeder von uns kennt bestimmt Gespräche, in denen über die verschiedenen Motive, die Kirche zu verlassen diskutiert wird.
    Selbst Menschen, die einer anderen Religion angehören, unterscheiden sich voneinander in der Weise, wie sie unserem christlichen Glauben begegnen. Manche sind offen und sind interessiert. Andere achten und respektieren unsere christliche Religion, sind jedoch unsicher im Blick auf einen Eintritt in die Kirche. Wieder andere betonen die gegenseitige Toleranz und bleiben bewusst ihrer eigenen Religion treu.
    Alle Kirchen versuchen darauf in unterschiedlichen Formen zu reagieren.

    Unsere Kirche (SELK) hat sich dazu in der Weise geäußert, dass sie feststellt:
    "Bei der Eheschließung eines Christen mit einem Nichtchristen kann eine kirchliche Trauung nicht erfolgen. Jedoch kann an den Eheleuten im Zusammenhang mit einem Gemeindegottesdienst kirchlich gehandelt werden, wenn sie es begehren. Voraussetzung ist ein klärendes Brautgespräch. Das kirchliche Handeln umfasst Abkündigung, Anrede mit dem Wort Gottes, Fürbitte und Segensvotum." (aus: Mit Christus leben. Wegweisung für evangelisch-lutherische Christen, S. 53)

    In unseren Gemeinden Balhorn und Altenstädt haben wir in der Vergangenheit versucht, diesen Grundgedanken der Wegweisung der Kirche zu entsprechen. Ich habe mit den Brautpaaren jeweils mehrere klärende Gespräche über den christlichen Glauben, das evangelische Eheverständnis und über die Kirchenzugehörigkeit geführt. Nun haben sich in besonderer Weise gerade diejenigen Partner, die unserer Kirche angehören, einen Gottesdienst zur Eheschließung gewünscht. Es ist ihr Wunsch, mit Gottes Segen in ihre Ehe zu gehen.
    Ich habe daraufhin eine Gottesdienstordnung für den Segensgottesdienst entworfen, der sich an die Ordnung der kirchlichen Trauung anlehnt und sich dennoch von ihr unterscheidet:

  • in Abkündigungen und Programmen wird auf den "Segensgottesdienst" hingewiesen,
  • im Kirchenbuch wird der Gottesdienst nicht als kirchliche Trauung eingetragen,
  • das Versprechen der Partner, zueinander zu stehen, in guten und in schweren Tagen, hat einen
       anderen Wortlaut - beide Partner antworten gemeinsam mit einem schlichten "Ja",
  • der Ringwechsel wird ohne biblisches Votum und Segensgeste vollzogen.

  • Gemeinsam bleibt dem Segensgottesdienst und der kirchlichen Trauung, dass dieser Gottesdienst ein besonderer Gottesdienst (meistens am Samstag) ist. Äußerlich gesehen ist der Segensgottesdienst kaum von der kirchlichen Trauung zu unterscheiden, da die Dorfbewohner und Gemeindeglieder vor allem die Parallelen sehen (Hochzeitskleidung, Gottesdienst, Hochzeitsfeier etc...). In dieser Praxis liegt für manche Gemeindeglieder die Irritation.
    Eine Alternative wäre, die Segensgottesdienste nicht als selbständige Gottesdienste zu feiern, sondern in einen Gemeindegottesdienst am Sonntagmorgen zu integrieren (so wie die Taufen). Ob diese Alternative wirklich besser ist, muss m.E. noch weiter diskutiert werden.

    Segensgottesdienst bei der Wiederverheiratung Geschiedener:
    Es ist der Wunsch Gottes, dass sich Ehepaare nicht trennen. In der Heiligen Schrift finden wir Worte Jesu und der Apostel, die die Ehe und ihre Unauflöslichkeit betonen. Die Scheidung wird als eine menschliche Not und Realität gesehen. Gottes ursprünglicher Wille ist jedoch nicht die Trennung, sondern die bleibende Verbundenheit der Partner. Christliche Paare haben die Chance und die Aufgabe, einander in der Liebe zu tragen und einander Schuld zu vergeben. So können tiefere Verletzungen und Verhärtungen in der Beziehung verhindert werden. Dennoch ist es unsere Wirklichkeit, dass wir diesem Wunsch Gottes nicht immer in der Ehe entsprechen können. Es gibt Zerrüttungen und gegenseitige Verletzungen, die es verständlich machen, dass Partner ihre Ehe auflösen. Oft geben sich Paare, die sich scheiden lassen, gegenseitig die Schuld dafür. In den seltensten Fällen ist jedoch nur einer der Partner für das Scheitern der Beziehung verantwortlich.
    Wenn ein Partner eine zweite Ehe eingehen möchte, ist es möglich, einen Segensgottesdienst zu halten. Er entspricht im Wesentlichen dem Segensgottesdienst, der oben beschrieben wurde.

    Soweit meine Gedanken zur kirchlichen Trauung und dem Segensgottesdienst. Ich wünsche mir, dass wir im Vorstand und auch in der Gemeinde weiterhin über diese Themen nachdenken und seelsorgerliche Wege finden, die Paare zu begleiten und ihnen Gottes Segen und Beistand zuzusprechen.

    Ihr Manfred Holst






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    Haussegnung / Hausweihe
           - Unsichtbare Einrichtung für das neue Heim

    Ein Hausbau ist eine langwierige Geschichte. Monate, manchmal Jahre vorher wird geplant und überlegt. Kosten werden überschlagen und Entwürfe für das neue Heim angesehen. Wenn es endlich losgeht, dann wächst das Haus Schritt für Schritt - oft mit der Hilfe von Freunden, Verwandten und Bekannten. Und irgendwann steht das Haus soweit, dass es bezugsfertig ist.
    Klar, bevor ein neues Haus wirklich zu einem neuen Zuhause wird, muss auch innen noch eine ganze Menge gemacht werden. In einem Haus im Rohbau wird sich kaum einer wirklich zuhause fühlen. Sondern damit das Haus zu einer neuen Heimat wird, gestalten wir die Räume, richten sie ein: Ein Familienfoto wird aufgestellt, Teppich verlegt, die Wände mit einer eigens ausgewählten Tapete beklebt, und der Schaukelstuhl von Tante Erna, ein Familienerbstück, erhält natürlich auch seinen Platz. All diese Einrichtungsgegenstände tragen dazu bei, dass wir uns in einem neuen Haus oder in einer neuen Wohnung wohl fühlen. Es sind Gegenstände, die wir uns ausgesucht haben und die dem Wohnraum eine für uns angenehme Atmosphäre verleihen.
    Doch nicht nur diese Gegenstände gehören zur Hauseinrichtung dazu, sondern im übertragenen Sinn genauso auch Menschen, die ein- und ausgehen, und die Worte, die im neuen Haus gesprochen werden. Wer nach längerer Zeit wieder einmal zu seinem Elternhaus zurückkehrt, dort durch Zimmer und Flure geht, der merkt schnell, dass die Räume für ihn Erinnerungen gespeichert haben. Szenen aus der Kindheit werden wach, Worte werden wieder lebendig. Ein neues Haus hat solche Erinnerungen, Erfahrungen und Worte noch nicht "gespeichert" - es ist in dieser Hinsicht oft noch ganz leer. Erst nach und nach wird sich dieses neue Haus mit Worten und Erfahrungen, mit Freude und Schmerz füllen.
    Manche Christen möchten ihr Haus gerne gleich am Anfang mit guten Worten füllen lassen, anders ausgedrückt: es segnen - manche sagen: weihen - lassen. Auch für lutherische Christen ist dies möglich. Wie geschieht das? Meist kommt der Pfarrer, liest einen Abschnitt aus der Bibel, dankt für den gelungenen Bau des Gebäudes und bittet Gott um den Segen für das Haus und alle, die in ihm wohnen und dort aus- und eingehen. Dadurch ist das Haus nicht vor allen Gefahren gefeit, und die Bewohner werden nicht vor jedem Streit und aller Sorge bewahrt. Und trotzdem bleibt es dabei: Diese guten Worte Gottes, die am Anfang in diesem Haus gesprochen worden sind, gehören von da an zur unsichtbaren "Einrichtung" und prägen dieses Gebäude. Genauso übrigens, wie auch Familienandachten ein Haus immer wieder mit diesen guten Worten Gottes erfüllen.
    Wenn Sie Interesse an einer solchen "unsichtbaren Hauseinrichtung" haben, dann sprechen Sie doch ruhig einmal Pfarrer Holst darauf an!

    Christoph Barnbrock






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    Wir wollen dem Terrorismus den Boden entziehen

  •  
  • Wir wollen unser grundlegendes Ziel bekräftigen, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten, wo wir können. Dafür wollen wir beten und arbeiten.

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  • Wir wollen auf pauschale Verurteilung verzichten und lernen, zwischen gewaltbereiten Terroristen und religiösen und kulturellen Traditionen, aus der sie kommen, zu unterscheiden.

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  • Wir wollen verstärkt die Ursachen benennen, die den Terrorismus begünstigen, wie etwa das mangelnde Verständnis zwischen der christlich geprägten und der islamischen Welt oder die weltweite wirtschaftliche Ungerechtigkeit.

  •  
  • Wir wollen daran mitarbeiten, Vertrauen auszubauen und ein Netz von Beziehungen zwischen Christen und Muslimen zu knüpfen und mitzuhelfen, die Minderheiten in unserem Land zu schützen.

  •  
  • Wir wollen auch in Zeiten besonderer Bedrohung die Grund-lagen unserer christlichen Existenz bewahren, die Vergeltung und Rache ausschließt und neben dem notwendigen Schutz der eigenen Person Mut macht, Brücken zu bauen und Versöhnung zu wagen.

    Im Oktober 2001, kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September, erschien in einer Veröffentlichung des Evangelischen Missionswerkes in Deutschland (EMW) diese Thesenreihe einer Arbeitsgruppe "Evangelium und Weltverantwortung".
    Meines Erachtens wird in diesen Thesen deutlich, wie wichtig es ist, dass wir uns als Christen mit den Ursachen der Gewalt in der Welt beschäftigen. Daneben ist es unsere Aufgabe, "unseren Nächsten" wie uns selbst zu lieben. Wer ist unser Nächster? Der, der unsere Hilfe braucht. Hilfe brauchen diejenigen, die Opfer geworden sind. Hilfe brauchen die, die abgestempelt und verachtet werden. Ein wichtiger Schritt zur Nächstenliebe ist es, wenn wir im Blick auf die Gewalt unterscheiden lernen. Dazu helfen meines Erachtens diese Thesen, die ich mehrere Male gelesen habe, um zu verstehen, was sie aussagen möchten.
    Sie provozieren mich, weil sie andeuten, dass Gewalt in der Welt auch damit zu tun hat, dass wir uns zuwenig um ein besseres Verstehen anderer Kulturen und Religionen bemühen. Ich erinnere mich an die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Die Samariter und Juden waren religiös und kulturell getrennt. Der Samariter hatte bestimmt genug Gründe, an diesem jüdischen Mann vorbei zu gehen. Aber er tat es nicht.
    Und so hat es heute für mich auch etwas mit dieser Geschichte zu tun, wenn wir daran mitarbeiten, "Vertrauen auszubauen und ein Netz von Beziehungen zwischen Christen und Muslimen zu knüpfen und mithelfen, die Minderheiten in unserem Land zu schützen...".
    Wenn wir auf Menschen anderer Religionen oder Kulturen zugehen, heißt das nicht, dass wir unseren Glauben dadurch in Frage stellen. Aber es bedeutet, dass wir in einen Dialog treten, in dem wir über den christlichen Glauben und über unsere Werte Auskunft geben.
    Inwieweit in den verschiedenen Religionen Gewalt legitimiert wurde und bis heute gerechtfertigt wird, bleibt ein umstrittenes Thema. Die christliche Kirche hat jedenfalls keine "reine Weste". Ebensowenig der Islam. Beide Religionen wurden und werden missbraucht von Menschen, die Gewalt für ihren Zweck rechtfertigen.
    Die christlichen Kirchen haben seit dem Zweiten Weltkrieg an dieser Frage intensiv gearbeitet und eine einfache Rechtfertigung von Gewalt und Krieg ist von ihnen kaum noch zu hören. Und dennoch ist es den Christen oft kaum möglich, eine klare und eindeutige Position zu beziehen, wie der vergangene Irakkrieg zeigt.
    Die Thesen "Wir wollen dem Terrorismus den Boden entziehen" machen mich nachdenklich und beziehen mich als einzelnen Christen in dieses so wichtige Thema ein - deshalb habe ich sie in unserem Gemeindebrief abdrucken lassen.

    Ihr Manfred Holst






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    Die Beichte

    "Was, bei Ihnen in der Kirche gibt´s immer noch die Beichte? Ich dachte, die ist längst abgeschafft."
    Eine solche Anfrage bringt ins Nachdenken. Ja, wir haben in der Lutherischen Kirche die Beichte. Sie ist nicht einfach ein Kennzeichen der Römisch-Katholischen Kirche.
    Die Beichte ist gar nicht so altmodisch, wie manche heute vielleicht denken. Wer wünschte es sich nicht, einen wirklich zuhörenden Menschen zu finden, bei dem "man sich aussprechen und alles von der Seele reden könnte"? In den Medien gibt es schon lange die Möglichkeit, zu "beichten". Auch wenn das nie so genannt wird. Da wird der Fernsehzuschauer Zeuge von sehr persönlichen und intimen Gesprächen zwischen einem Berater, der am Telefon mit einem Anrufer spricht. Da gibt es in der Zeitschrift die Leserbriefecke, in der eine Therapeutin Antworten und entlastende Ratschläge gibt.

    Nur die Kirche wird nicht mehr so oft der Ort der Beichte.
    Aber die Beichte ist so wichtig. In ihr habe ich die Chance, in der Gegenwart Jesu meine Last und mein Versagen abzugeben und neu anzufangen. In der Beichte nehme ich mein Versagen ernst und laufe nicht mehr vor mir selbst und vor Gott davon. Ich stehe zu mir und bekenne, dass es mir leid tut, was ich getan oder unterlassen habe.
    Aber die Beichte endet mit Freude und Gewissheit: Ich bin gewiss, dass Christus mir meine Schuld vergibt und ich wirklich frei bin.

    Es gibt mehrere Arten der Beichte:

    1. Die Beichte allein vor Gott
    Im persönlichen Gebet kann ich Gott um Verzeihung bitten. Das müssen nicht viele Worte sein. Gott weiß, was ich von ihm brauche: Vergebung. Ich kann das Vaterunser oder ein anderes Gebet sprechen. Wichtig ist nur, dass ich meine, was ich bete.

    2. Das Beichtgespräch
    Ich kann aber auch zu einem anderen Christen gehen, dem ich vertraue und ihm von meiner Schuld erzählen. So bin ich nicht mehr allein mit meiner Last und wir können gemeinsam ein Beichtgebet sprechen. Das Gespräch entlastet und gibt oft einen Hinweis auf einen Schritt in die richtige Richtung. Was ist nun zu tun? Habe ich jemanden verletzt und sollte ich auch noch mit ihm reden ?

    3. Die Einzelbeichte
    Der Pfarrer ist in besonderer Weise dazu berufen, mit Menschen über ihre Schuld zu sprechen. Er steht unter der Schweigepflicht und hört dem Beichtenden zu. So mündet das vertrauliche Gespräch in den Zuspruch der Vergebung Gottes durch den Pfarrer.
    Jederzeit können Sie, liebe Gemeindeglieder, mich anrufen und mit mir über etwas sprechen, was Ihnen Not macht. Der Pfarrer steht selbst als Mensch, der schuldig wird, an ihrer Seite und darf Ihnen dennoch im Namen Gottes die Vergebung persönlich zusprechen.

    4. Der Beichtgottesdienst
    In der Lutherischen Kirche gibt es unterschiedliche Beichtgottesdienste. Die sog. "Gemeinsame Beichte" ist ein Beichtgottesdienst der ganzen Gemeinde. Sie wird entweder vor dem Hauptgottesdienst als eigenständiger Gottesdienst gefeiert (so wie vor kurzem bei dem Jugendkongress), oder als Beichte im Haupt-gottesdienst (entweder am Anfang des Gottesdienstes oder nach der Predigt).
    Zum Beichtgottesdienst gehört das Erkennen (Verlesung der 10 Gebote oder des Doppelgebotes der Liebe) und Bekennen des eigenen Versagens, das (stille) Beichtgebet und die Beichtfragen und zum Schluss vor allem das befreiende Wort Gottes, das der Pfarrer der Gemeinde zuspricht: "Dir sind deine Sünden vergeben" (Lossprechung).

    5. Die Beichtfragen
    In den letzten Monaten habe ich häufiger mit Gemeindegliedern über die Beichtfragen gesprochen (1. Frage: Vor dem heiligen Gott frage ich einen jeden von euch: Bekennst du, dass du gesündigt hast und bereust du deine Sünden, so antworte: Ja usw.)
    In Balhorn gehören die drei Beichtfragen normalerweise grundsätzlich zur Beichte dazu. In seltenen Fällen habe ich eine Beichte ohne diese Beichtfragen im Gottesdienst gehalten. Manche Gemeindeglieder waren darüber überrascht.
    Dazu ist es hilfreich, zu wissen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt.
    Man kann die drei Fragen in einer Frage zusammenfassen (Ich frage euch, die ihr eure Sünden bekannt habt und die Lossprechung begehrt: Glaubt ihr, dass die Vergebung, die ich euch zuspreche, Gottes Vergebung ist? Antwort: Ja).
    Man kann nach der Predigt eine Abendmahlsvermahnung vorlesen, in dem ein Beichtgebet enthalten ist. Dann werden die Fragen nicht mehr gestellt.

    6. Die Lossprechung unter Handauflegung
    Die Lossprechung kann unter der Handauflegung des Pfarrers geschehen (ebenfalls vor kurzem beim Jugendkongress). In unserer Gemeinde ist die Lossprechung unter Handauflegung nicht so bekannt. In anderen Gemeinden wird jeder Beichtgottesdienst in dieser Form gehalten. Bei dieser Form der Lossprechung von Schuld wird in besonderer Weise der persönliche Zuspruch der Vergebung spürbar:Das Gemeindeglied kniet in der Regel vorn am Altar, der Pfarrer legt ihm die Hände (wie bei dem Trau- oder Konfirmationssegen) auf seinen Kopf. Dabei sagt er dem Gemeindeglied direkt und persönlich die Vergebung zu (Dir sind deine Sünden vergeben).

    Ich denke, es ist deutlich geworden, dass es in unserer Kirche verschiedene Traditionen und Beichtformen gibt. Hier geht es nicht um "richtig" oder "falsch".
    Wichtig ist meines Erachtens, dass wir die Beichte in unseren Gottesdiensten bewahren und ihr immer wieder einen angemessenen Raum (und Zeit) geben. Gerade der, der sich diese kostbare Zeit der Besinnung und des Rückblicks auf das eigene Leben gönnt, um es vor Gott ins Reine zu bringen, kann aufatmen und neu anfangen.

    Ihr Manfred Holst







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